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Das Mönchguter Land
Das Mönchgut bildet den Zipfel im Südosten der Insel Rügen und wird begrenzt im Norden durch den Mönchgraben zwischen den Ostseebädern Sellin und Baabe, im Osten durch das Göhrener Hövt mit dem Nordperd, im Süden durch das Südperd in Thiessow und im Westen durch das Reddevitzer Hövt. Das Mönchgut entstand aus mehreren Inseln, die mit der Zeit durch Sandanspülungen verbunden wurden. Die südlichste Hälfte des Mönchguts soll sogar bis zu einer Sturmflut im 13. Jahrhundert mit dem Festland verbunden gewesen sein. Die Gewalten der Natur wirken noch heute, was man besonders an den Steilküsten sehen kann. Durch diese ständigen Veränderungen hat das Mönchgut fast alle Landschaftsformen der Insel Rügen auf einer Halbinsel vereint. Innerhalb weniger Kilometer wechseln sich Sandstrand, Steilküste, flache Boddenküste und bergige Höhen mit flachen Wiesen ab.
Die Geschichte Rügens und des Mönchguts waren seit dem frühen Mittelalter verschieden. Dieser Teil der Insel mit seinen bizarren Küstenformen war für die normale landwirtschaftliche Nutzung sehr ungeeignet. Dies war sicher auch ein Grund mit, daß dieser Landstrich den Mönchen des Klosters Eldena bei Greifswald überlassen wurde. Zudem wurde das Mönchgut durch den Mönchgraben, einer Landwehr von der restlichen Insel getrennt, damit fremde Truppen, keinen leichten Zugang hatten. Dementsprechend abgeschirmt verlief das Leben auf Mönchgut weniger bewegt. Die Leibeigenschaft, viele Fischer- und Bauernbräuche und auch die Orte änderten sich erst mit dem Aufkommen des Tourismus. Dieser wurde besonders stark durch die Kleinbahn und die Seebrücken in Baabe (nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr aufgebaut) und Göhren (heute am Nordstrand) belebt. 1877 wurde in Göhren das erste größere Hotel gebaut, 1899 die Kleinbahn eingeweiht.
So vielfältig wie die Landschaft ist auch die Palette an Unterkunftsmöglichkeiten. Von Campingplätzen, über Privatzimmer, kleine Pensionen und Ferienwohnungen, komfortablen Appartements in Strandnähe bis hin zu exklusiven Hotels mit Wellnesslandschaft wird alles angeboten. Die Urlaubsquartiere werden zum großen Teil familiär geführt. Die Halbinsel Mönchgut ist Teil des Biosphärenreservates Südost-Rügen. Hier sollen Tourismus und Erholung in Einklang mit der Natur bewahrt bleiben. Massentourismus, große Hotelkomplexe, Bettenburgen, Industrieansiedlung und damit Umweltzerstörung sowie Urlaubsqualitätsminderung sollen dadurch verhindert werden.

01 Gager Moenchgut

02 Moenchguter Tracht

03 Suedstrand Goehren

04 Heringsfang